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Busfahrt im Gebiet Dharamsala

Busfahrt im Gebiet um Dharamsala

Mein Mann und ich nahmen an der Reise „Medizin und Kultur in Indien“ im Oktober 2009 teil. Die Reise hat uns sehr gut gefallen. Wir haben sehr viel über Land und Leute erfahren.

Eine Sequenz, das Fahren mit unserem Kleinbus, habe ich versucht, auf Papier zu bringen:

Unsere Reisgruppe fuhr während des gesamten Aufenthaltes in Nordindien alle geplanten Ziele mit einem Kleinbus (8 Personen) an. Die Fahrt in solch einem Verkehrsmittel war interessant, informativ, anstrengend und abenteuerlich. Sehr selten gelang es dem Fahrer, Höchstgeschwindigkeiten von max. 40h/km zu erreichen. Schuld daran war vordergründig der Straßenverkehr sowie die schlechten Straßenverhältnisse.

Ca. eine Woche hielten wir uns in dem sehr schön gelegenem Dharamsala auf. Hier hat die tibetische Exilregierung ihren Sitz. Ich möchte hier beschreiben, wie man sich das Autofahren in dieser Gegend vorstellen kann.

Die Straßen im Gebiet um Dharamsala (ca. 1800m) sind nur teilweise geteert, sie sind sandig, viel zu schmal und auf einer Seite fast immer steil abschüssig. Sicherheitsstreifen an den Straßenrändern gibt es nicht. Beim Fahrer wirbelte mitunter solch starker Staub auf, dass es bei einzelnen von uns zum Hustenreiz kam. Wir fuhren ständig an schluchtenartigen Abhängen vorbei. Obwohl die Landschaft wie aus dem Bilderbuch anzusehen war, kniff ich fast immer meine Augen zu, um mir den Schauer über meinen Rücken zu ersparen, den die unheimlichen Tiefen hervorriefen. Aber ganz geschickt lenkte der Fahrer den kleinen Bus. Selbst haarnadelenge Kurven bewältigte er immer wieder unbeschadet, wobei er auch noch Fahrzeugen hinter sich bereitwillige Zeichen zum Überholen gab. Für das Ausweichen des Gegenverkehrs musste der Fahrer millimetergenau schätzen, damit diese Manöver auch gelingen konnten.

Sowie in Deutschland zum Überholen der Blinker gesetzt werden, so gilt in Indien generell das Hupen als Überholzeichen. Diese Akustik gilt aber auch der Vertreibung der kreuz und quer laufenden Hunde sowie auch den heiligen Kühen, die sich ganz selbstverständlich mitten auf den Straßen aufhalten. Es kam oft vor, dass diese Tiere seelenruhig auf der Straße lagen und erst in allerletzter Minute zur Seite gingen. Des Weiteren war auch mit dem Vorbeispringen von Affen zu rechnen, die in neugieriger Erwartung auf etwas Futter spähten. Ich habe dabei nie erlebt, dass ein Fahrer ungeduldig wurde und auf die Tiere geschimpft hätte.

Diese Wege und Straßen wurden auch von Pilgern, Wanderarbeiter, europäischen Aussteigern, Frauen und Kindern genutzt. Das ist ganz bestimmt nicht ungefährlich. Für das touristische Auge sind die Frauen eine Augenweide, da sie immer ihre oftmals pastellfarbenen Saris tragen und sie dadurch anmutig weit und breit zu erkennen sind.

Wenn wir dann die Höhenunterschiede zwischen 1.700m und 1.900m hinter uns gelassen haben (einmal auch im Dunkeln), klatschten wir erleichtert und begeistert dem Fahrer zu. Unser Fahrer, ein stolzer Sikhs, schenkte uns dafür ein Lächeln.

Diese Autofahrten waren für uns sehr abenteuerlich und nach deutschen Verhältnissen nicht vorstellbar.

Verfasserin: Christina Weise

 

VerfasserIn des Reiseberichts: Christina Weise

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