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06Dez2015

Wenn ein Traum fliegen lernt...

Ein Tag in der Virtual World School Myanmar

Bereits Anfang Oktober berichteten wir über unser neues Herzensprojekt in Burma: die Virtual World School Myanmar. Eine Schule, die Chancen schafft. Neue Perspektiven. Eine bessere Zukunft. Jede Buchung einer Reise mit uns – egal wohin – ermöglicht seither einen Monat Schulbildung und Verpflegung eines burmesischen Kindes und finanziert die technische und sonstige Ausstattung des Schulraums. Nun fand kürzlich die Schuleröffnung statt. Die Geschäftsführerin von a&e erlebnis:reisen Anja Dejoks war persönlich vor Ort, um sich das Projekt genauer anzuschauen. Wieder zurück in Hamburg teilt sie ihre Eindrücke...

„Bago, etwa eineinhalb Stunden von Yangon entfernt: Ich bin zu Gast in einer Klosterschule für Waisen, Halbwaisen und Kinder aus sehr armen Verhältnissen. Mit lächelnden Gesichtern und neugierigen Kinderaugen werde ich auf den Gängen begrüßt. Ich besuche Paula Tin Nyo. Sie gibt mir einen Exkurs in die Vergangenheit des hiesigen Bildungssystems: Vor Zeiten der Militärregierung gehörte Burma zu den Vorzeigeländern Asiens. Als jedoch das Regime an die Macht kam wurden die oftmals ausländischen Lehrer des Landes verwiesen und eine große Lücke entstand im Schulsystem. Andere Bürger wanderten zu dieser Zeit mehr oder weniger freiwillig aus. Unter ihnen, die Familie von Paula Tin Nyo. In den USA lebend pendelt sie heute zwischen ihrer neuen und ihrer alten Heimat. Ihre Vision: Sie möchte Burma etwas zurückgeben.

Bei einem Ihrer Aufenthalte trifft Sie auf die engagierte Lehrerin Zar Kyi Min. Schon lange träumt Zar davon moderne Computertechnologie für die ärmsten Schüler des Landes verfügbar zu machen. Intuitiv fühlt sie: Diese Kinder, die oftmals keine Eltern mehr haben, haben eine unglaubliche Wissbegier. Was würde passieren, wenn man diese wissensdurstigen Kinder mit moderner Technologie zusammenbringt und sie darin unterrichtet? Welchen Einfluss hätte dies auf die Welt?

Die Wege der Frauen kreuzen sich und gemeinsam entwickeln Paula und Zar die Idee weiter. Ihr Ziel: Die Kinder und damit die Zukunft des Landes zu fördern und zu stärken. So entstand der Traum von der Virtual World School Myanmar. Dorthin werde ich nun geführt.

Ich betrete das für das Projekt hergerichtete Klassenzimmer. Anders als in den anderen Unterrichtsräumen der Schule stehe ich hier nicht vor Tischreihen sondern vor Gruppentischen. Bastelarbeiten verzieren die Wände.  Grüne, rote und orange Lampions hängen in einer Ecke und darunter laden Sitzkissen zum Verweilen und Spielen ein. Ein freundlicher Raum. Paula erklärt mir, dass hier, in diesem Pilotprojekt, die Vision der Virtual World School in die Praxis umgesetzt wird. Sie erzählt von den Vorbereitungen der letzten Wochen, als plötzlich die Tür aufschwingt.

Kinder in weiß-grünen Schuluniformen oder Mönchsgewändern strömen in das Klassenzimmer. Verstohlen blicken sie zu mir auf und setzen sich auf ihre Plätze. Insgesamt 20 Kinder in fünf Gruppen nutzen derzeit den Raum und werden von fünf Lehrern betreut. Gemeinsam erarbeiten Gruppen und Lehrer die Lerninhalte. Eine Arbeitsweise, die man im burmesischen Schulsystem selten antrifft, da der Lehrer oft als Autoritätsperson Frontalunterricht führt, während die Schüler zuhören.

Die Stunde beginnt: Zum ersten Mal in ihrem Leben benutzen die Kinder einen Laptop. Und die Freude ist groß. Schon nach kurzer Zeit ist jegliche Scheu überwunden und begeistert wird jede neue Information aufgenommen und umgesetzt. Hierbei lernen sie nicht nur den Umgang mit dem Computer und dem Internet, sondern gleichzeitig auch Englisch. Auch Teambuilding spielt eine große Rolle: Nach kurzer Erklärung organisieren sich die Schüler bereits selbst in ihren Gruppen. Und dies funktioniert hervorragend – vom Gruppensprecher und Manager bis hin zum Zeitwächter sind alle Aufgaben vergeben. Gern übernehmen die Kinder die Verantwortung ihres „Amtes“ und lernen spielend was Teamwork bedeutet.

In den nächsten Wochen werden sich die Teams eigene „We Change Our World“-Projekte für Ihre Gemeinde überlegen, diese umsetzen und mit Fotos am Laptop dokumentieren. Nachhaltigkeit und der sorgsame Umgang mit Ressourcen sowie ein friedliches Miteinander jenseits ethnischer Zugehörigkeiten sind weitere wichtige Lernaspekte in diesem einmaligen Projekt.

Das erfreute Lachen, die stolzen Blicke und der Wille noch mehr zu lernen – die Schüler und damit Paulas und Zars Traum aufblühen zu sehen ist ein bewegendes Erlebnis, das für mich unvergesslich bleibt. Es bestätigt mich darin, dass wir uns für das richtige Projekt entschieden haben. Und dass unsere Kunden an der richtigen Stelle Hilfe leisten, Perspektiven schaffen und Zukunft formen. Eine Herzensangelegenheit, die wir gern unterstützen.“

Möchten Sie selbst das goldene Burma und seine unvergleichliche Herzlichkeit erleben? Unsere große Auswahl an Myanmar Reisen hält für jeden Geschmack etwas bereit – wir beraten Sie gern!

Mehr bewegende Impressionen sehen Sie in dieser 6-minütigen Kurzdokumentation.

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