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15Aug2017

Ein Projekt, das mich mitten ins Herz traf

Äthiopien: Eine Reise-Erinnerung von Caroline Smith

„Wir lassen die märchenhafte Kaiserstadt Gondar hinter uns. Ich bin immer noch begeistert von den wunderschönen Schlössern, bekannt als Camelot Afrikas. Wer hätte gedacht, dass sich solch verwunschene Schätze in Äthiopien verstecken? Wir fahren weiter in Richtung Simien-Nationalpark. Doch bevor uns das monumentale Naturparadies begrüßt, machen wir Halt in einem kleinen Vorort von Gondar, Falasha.

Klappernde Webstühle und lachende Frauenstimmen schallen uns entgegen. Wir sind zu Gast im Single-Mother-Project. Noch kann ich mir nichts darunter vorstellen. Dann erkunden wir das Gelände. Im ersten Haus begrüßen uns vier lächelnde Frauen von ihren Webstühlen aus. Farbenfrohe Fäden winden sich um Spindeln und vereinen sich zu einem strahlend bunten Stoff. Neben einem Webstuhl steht eine Krippe mit einem Baby darin.

Es gehört zu der Frau, die soeben aufgestanden ist, um die Gruppe herzlich zu begrüßen. Sie erzählt davon, wie sie vor einem Jahr ihren Mann verlor und von ihrer damaligen Angst vor der Zukunft. Schließlich hatte sie gerade ein Kind bekommen und als alleinerziehende Mutter kaum eine Aussicht auf ein Einkommen. Glücklicherweise erzählte ihr eine Nachbarin von einem Projekt, das eben jene Mütter unterstütze. Seitdem kommt sie jeden Tag mit ihrem Kind her. Die anderen Frauen brachten ihr bei, die äthiopische Baumwolle zu zwirnen, spinnen, färben und zu weben. Heute ist sie eine der besten Weberinnen in der Umgebung. Und das Wichtigste: Sie sorgt ganz allein für sich selbst und ihr Kind, ist unabhängig und hat sichtliche Freude an ihrer Arbeit. Wir schauen beeindruckt über ihre Schulter, doch dabei bleibt es nicht. Wir dürfen selbst Hand anlegen und uns in all den Handwerksstätten des Projekts ausprobieren.

In den anderen Gebäuden treffen wir weitere Frauen. Sie stellen Ton her und sitzen an Töpferscheiben. Sie flechten Körbe und backen das typische Injera-Brot. Sie tragen damit ihren Teil zur Gemeinschaft bei, denn alle hier hergestellten Produkte werden verkauft, und somit bauen sie sich gleichzeitig ein eigenes, sicheres Einkommen auf. Sie lachen zusammen, tauschen sich aus, geben sich Ratschläge, teilen Sorgen. Ihre Kinder sind entweder in der Schule oder spielen, wenn sie noch zu klein sind, mit den Kindern anderer Mütter im Garten. Auch sie profitieren vom Single-Mother-Project. Kindergärten oder Tagesstätten gibt es in Äthiopien eher selten. Manche Eltern spannen ihre Kinder schon früh in den Familienbetrieb ein, um überleben zu können. Hier dagegen können sie spielen, lachen, Kind sein. Ein wundervolles Projekt, bei dem jede einzelne Begegnung und jede Geschichte ans Herz geht.

Wenn ich nun zuhause Kaffee aus meiner mitgebrachten Tonkanne gieße, denke ich an die Frauen aus Falasha zurück und muss lächeln. Wer hätte gedacht, dass es die Menschen sind, die mir von dieser Reise in ein so geschichtsträchtiges Land am intensivsten in Erinnerungen geblieben sind...“

Diese Begegnung erlebte unsere Afrika-Expertin Caroline Smith auf unserer Äthiopien-Reise "Wiege der Menschheit" in Kooperation mit ZEIT Reisen. Der Reisetermin am 28.10.2017 ist mit der nächsten Buchung (1 Person) garantiert – sichern Sie sich schnell die letzten Plätze!

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