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28Jul2019

Der Rauch, der donnert

Oder: Sambia versus Simbabwe

Mosi-oa-Tunya („der Rauch, der donnert“) – so bezeichnen die Einheimischen die Viktoriafälle. Dahinziehende Gischtwolken, ein donnerndes Rauschen und in Regenbogenfarben schillernde Sprühnebel begleiten Sie tatsächlich, wenn Sie den Fluss besuchen, der sich aus dem Nichts in eine tosende Sturzflut verwandelt, die 120 m vor Ihnen nach unten in die Tiefe fällt! 

Der europäische Entdecker der Fälle, der Schotte David Livingstone, benannte die berühmtesten Wasserfälle Afrikas 1855 zu Ehren der damaligen britischen Königin Victoria. Gelegen sind die Fälle zwischen den Grenzstädten Livingstone (Sambia) und Victoria Falls (Simbabwe). Doch, wenn sich nun zwei Länder einen Wasserfall teilen: Welches Land eignet sich besser, den Victoria Falls den grandiosesten aller Besuche abzustatten?

Simbabwe
Auf der Seite Simbabwes befinden sich 2/3 der Viktoriafälle. Wenn Sie hier entlang des Wanderweges zu den Main Falls laufen, dann führt Ihr Weg zu beiden Seiten durch einen sattgrünen Regenwald, der einstmals durch die Gischt der Wassermassen entstanden ist. Und ab und zu öffnet sich das dichte Blattwerk und gibt Ihnen einen Blick frei auf den tosenden, sich in die Tiefe ergießenden Wasservorhang... 

Angekommen am Devil’s Cataract, stehen Sie quasi neben den breitesten durchgehenden Wasserfällen der Erde! Was für ein erhabener Moment: Die Wassermassen des Sambesi zerreißen sich an einer insgesamt mehr als 1.700 m breiten Abbruchkante und stürzen in eine quer zum Flusslauf liegende, enge Zick-Zack-Schlucht! Und gleichzeitig ziehen dichte Nebelwolken die steilen Felswände der Schlucht entlang und vermischen sich mit einem Wasser-Sprühnebel, der bis zu 300 m aufsteigen kann und noch in mind. 30 km Entfernung wahrzunehmen ist! 

Achtung: Zumindest in der Regenzeit (Januar-April) bleiben Sie hier garantiert nicht trocken, denn der aufsteigende Wasserschleier hat bisher noch so jeden erwischt!

Über die 120 m tiefe Schlucht des Sambesi verläuft auch die Grenze zu Sambia entlang einer Straßen- und Eisenbahnbrücke. Schon von der simbabwischen Seite der Wasserfälle aus können Sie bis zur Victoria Falls Bridge blicken  – und werden den einen oder anderen Wagemutigen entdecken, der sich für einen Bungee Jump 111 m in die Tiefe stürzt... 

Sambia
Sambia gibt zwar höchstens den Blick auf 1/3 der Wasserfälle frei und nur 4 der 19 Aussichtspunkte befinden sich in Sambia, aber diese sind nicht minder spektakulär! Von der Knife Edge Bridge (einer freihängenden Holzbrücke, die zwei Klippen miteinander verbindet) können Sie besonders tolle Nahaufnahmen des tosenden Spektakels schießen! Schon einmal Fotos der Viktoriafälle gesehen, in denen sich schillernde Regenbogen im emporsteigenden Wassernebel spiegeln? Dann war das mit Sicherheit auf der sambischen Seite der Viktoriafälle! Der Teil, den Sie von der Knife Edge Brücke sehen, wird deswegen auch Rainbow Falls (Regenbogenfälle) genannt.

Und nicht zu vergessen wäre da noch der Devil’s Pool! Hierbei handelt es sich um ein natürliches Wasserbecken, welches sich just an der Kante der Fälle gebildet hat und durch eine natürliche Felswand den sicheren Fall in den Abgrund verhindert. Wer abenteuerlustig ist, braucht sich nicht unbedingt die 111 m die Victoria Falls Bridge für einen Bungee Sprung hinabstürzen, der kann einfach ein Bad an der Abbruchkante der Wasserfälle nehmen! Würden Sie sich das trauen? Wohlgemerkt ist solch’ ein adrenalinrauschendes Bad nur in der Trockenzeit zwischen September und Dezember möglich!

Beste Reisezeit
Apropos Trockenzeit, wann lohnt es sich nun die Fälle zu besuchen?
Kurzum gesagt: Jede Jahreszeit hat seine Vor- und Nachteile! Der wasserreichste Monat ist der April während der vorherrschenden Regenzeit von Januar bis April. Die Wasserfälle tragen dann das meiste Wasser und sind wahrscheinlich am beeindruckendsten – allerdings werden Sie nichts anderes als pitschnass aus der ganzen Sache herauskommen! Fester Bestandteil ihrer Ausrüstung sollten ein Regencape, festes Schuhwerk und ein wasserdichter Schutz für Kamera, Handy und Co. sein!  

In der Trockenzeit von September bis Dezember haben die Vic Falls den niedrigsten Wasserstand. Vorteil: Sie können einen klareren Blick auf die Fälle und die Landschaft genießen und werden weniger nassgespritzt! In dieser Zeit kann es allerdings vorkommen (muss aber nicht!), dass die sambische Seite komplett austrocknet und nur ein Besuch des simbabwischen Teils der Fälle lohnt. 

Unser Tipp deswegen: Besuchen Sie die Viktoriafälle zwischen Regen- und Trockenzeit von Mai bis August – in diesen Monaten nimmt der Wasserstand von Monat zu Monat etwas ab.

Sie haben nun die Qual der Wahl zu entscheiden, wann Sie eines der schillerndsten Naturspektakel unserer Erde besuchen möchten und von welcher der beiden Seiten. Oder doch vielleicht von beiden? Eines ist jedoch sicher: Bei Ihrem Besuch der Viktoriafälle bleibt kein Auge trocken, egal ob Sie nun nassgespritzt werden oder Sie von der atemberaubenden Schönheit der Szenerie ganz feuchte Augen bekommen...

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